Alexandergärten

File 182Die Alexandergärten in Moskau befinden sich direkt im Herzen der russischen Hauptstadt und sind sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen ein beliebter Erholungsort zum Entspannen und Spazierengehen. Ihrer idealen Lage zwischen Kremlmauer und Stadtzentrum verdanken die Gärten es, dass hier immer etwas los ist - Jung und Alt werden hier auf der Suche nach guter Unterhaltung und einer kleinen Auszeit vom Alltag gleichermaßen fündig.
File 323Obwohl die Alexandergärten ihren heutigen Namen von Zar Alexander II. erhielten, wurde die Anlage bereits unter dessen Vater in den 1820er Jahren errichtet. Damals wie heute trug die idyllische grüne Oase im Zentrum Moskaus symbolische Bedeutung für die Bewohner der Stadt: der Bau der Gärten zelebrierte den Sieg über Napoleon und markierte im selben Augenblick den Neuaufbau der russischen Hauptstadt, die durch die Flächenbrände des vorhergehenden Krieges fast vollständig zerstört worden war. Grund für patriotischen Stolz gibt es in den Alexandergärten inzwischen aber auch im Hinblick auf die neuere Geschichte: nicht nur finden sich entlang der Kremlmauer Gedenksteine an verschiedene russische Städte, deren Bewohner sich während des Zweiten Weltkrieges durch besonderen Heldenmut hervorgetan haben, sondern können hier auch eine Ewige Flamme und das Grab des unbekannten Soldaten besichtigt werden. In Kombination mit der imposanten Präsenz des Kremls und des benachbarten Reiterdenkmals des Generals Schukow wird der kleine Rundgang durch die russische Geschichte komplett und ein Bummel durch die Alexandergärten schnell auch zum historischen Erlebnis.
Märchenhaft schön sind übrigens nicht nur die Blumenbeete der Alexandergärten im Frühling, sondern auch die Skulpturen russischer Fabelwesen in dem kleinen künstlichen Wasserlauf an der Westseite der Gärten. Sowohl diese Figuren als auch die große Pferdestatue des imposanten, benachbarten Springbrunnens sind das Werk des Sowjetkünstlers Tsereteli und begeistern nicht nur junge Besucher mit ihren fantasievollen Posen und ihrer optischen Grazie. Wer diesen Anblick gerne etwas länger genießen möchte, der kann sich übrigens in einem der Cafés oder Bistros, die sich entlang dieser Gartenseite eins nach dem anderen aneinander reihen, eine wohlverdiente Pause gönnen - und dabei den Blick auf die vorbeiziehenden Menschenscharen wie auch auf die architektonisch eindrucksvolle Umgebung genießen.